Wussten Sie, dass … ?

...in einem BMW bis zu 100 Einzel-Chips made in Dortmund eingebaut sind?

 

Die Chips produziert die in Dortmund ansässige Elmos AG - nur eines von vielen Beispielen dafür, dass die Westfalenmetropole mittlerweile einer der führenden Mikrotechnikstandorte Europas ist. 

...feinster Dortmunder Nebel Lunge, Ozonschicht und Geldbeutel schont?

 

Dieser Nebel stammt aus einem von der Boehringer Ingelheim microParts GmbH entwickelten Zerstäuber, der unter anderem in Inhalationsgeräten eingesetzt wird. Durch die in diesem Zerstäuber enthaltene Mikrosystemtechnik wird ein gleichmäßiger Medikamentennebel aus winzigen Tröpfchen erzeugt. Dieser Nebel wird von Asthmapatienten als besonders weich empfunden, gelangt direkt in die Lunge und ist sehr genau dosierbar. Der Zerstäuber funktioniert rein mechanisch und enthält keine Treibgase.

...ein Dortmunder Innovationsmotor zu den interessantesten Erfindungen Deutschlands zählt?

 

Der so genannte Piezomotor wird von der Elliptec Resonant Actuator AG im Dortmunder Technologiepark hergestellt. Der winzige Motor wurde im Wettbewerb "Potenzial Innovation" als eine der 10 interessantesten Innovationen des Jahres 2004 ausgezeichnet. Er funktioniert durch elektrische Spannung, durch die ein Keramikbauteil des Motors seine Größe bis zu 100.000 Mal in der Sekunde verändert und so für den Antrieb sorgt. Verwendung finden solche Miniaturmotoren made in Dortmund in Spielzeugen, Autos, Scannern, Druckern, Kopierern oder Klimaanlagen.

...mit Lichttechnologie aus Dortmund schwarze Löcher ausgeleuchtet werden?

 

Dafür sorgen in Dortmund hergestellte Mikrolinsen. Kleiner als ein Centstück bündeln sie Laserstrahlen in jeder gewünschten Form. Das Very Large Teleskop der Europäischen Raumfahrtbehörde im Norden Chiles verwendet sie für die Beobachtung von „schwarzen Löchern“ – eine besondere Herausforderung, da diese sämtliches Licht in ihrer Umgebung aufsaugen. Indem die Speziallinsen der Lissotschenko Mikrooptik GmbH das Licht in seine Spektralfarben aufspalten, kann man mit ihnen dreimal soweit sehen wie mit herkömmlichen Teleskopen.

...es in Dortmund einen Ort gibt, der weniger Keime aufweist als das Weltall?

 

Dieser Ort befindet sich im Innern einer Maschine mit dem Namen Molekularstrahl-Epitaxy, die in der MST.factory dortmund steht. In dem Hightechgerät werden neuartige Werkstoffverbindungen entwickelt und produziert.

…Europas erste Software-Firma in Dortmund gegründet wurde?

 

Die mbp (Mathematische Beratungs- und Programmierdienst) GmbH wurde 1957 von dem Stahlproduzenten Hoesch in Kooperation mit der IHK gegründet. Im Jahr 1993 ist das Unternehmen vom weltweit größten Outsourcing-Dienstleister EDS übernommen worden. Mittlerweile ist der Stahl aus Dortmund weitestgehend verschwunden – geblieben ist eine Software-Landschaft mit über 800 verschiedenen Anbietern.

...eine in Dortmund entwickelte Software Gandalf im Film „Der Herr der Ringe“ über Mittelerde fliegen lässt?

 

Zwei IT-Experten der Science.D.Visions GbR erhielten im Rahmen der Oscar-Verleihung 2002 den "Technical Achievement Award" für die von ihnen entwickelte Software "3D-Equalizer". Mit dieser Software können Computeranimationen in bereits abgedrehte Filmsequenzen eingesetzt werden – aktuell u.a. in folgenden Filmen; Total Recall, Men In Black III, Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten, X-Men: First Class, Rise of the Planet of the Apes, Sherlock Holmes: A Game of Shadows, Harry Potter and the Deathly Hallows, oder Inception. 

...deutsche Erfolgsgeschichten auch mit Dortmunder Pumpenintelligenz geschrieben werden?

 

Die Elite deutscher Unternehmen stellt der Verlag Deutsche Standards GmbH im neuen Buch „Weltmarktführer“ vor. 100 Weltmarktführer aus der Bundesrepublik – vom Gelatinehersteller bis hin zum Produzenten von Tunnelbohrmaschinen – hat der Verlag dokumentiert. Darunter auch ein Dortmunder Unternehmen. Die Wilo AG gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Pumpen und Pumpensystemen für die Gebäudetechnik sowie für die Wasserver- und entsorgung. Das Unternehmen mit Stammsitz in Dortmund ist in 43 Ländern vertreten. Im Mittelpunkt des Portfolios steht eine Hocheffizienzpumpe, die gegenüber herkömmlichen Pumpen für eine Energieeinsparung von bis zu 80 Prozent sorgt – ein Quantensprung in der Branche

...in Dortmund für ganz Europa bestimmt wird, was in Säuglingsnahrung enthalten sein darf und was nicht?

 

Seit über 25 Jahren untersucht das Dortmunder Institut für Kinderernährung die Verzehrgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen. Jedes Jahr werden rund 40 Säuglinge aus Dortmund neu in die Langzeitstudie aufgenommen. Im Laufe der Jahre ist so die größte Datenbank dieser Art in ganz Europa entstanden. Die Erkenntnisse wurden z.B. in einem in der gesamten EU gültigen Schadstoffgrenzwertgesetz für Säuglingsnahrung umgesetzt.

...der TechnologiePark Dortmund zu den erfolgreichsten Technologieparks in Europa zählt?

 

Auf dem Gelände des 1985 gegründeten TechnologieParks arbeiten heute rund 8.500 Beschäftigte in mehr als 280 Unternehmen vor allem in der Informationstechnologie, der Mikrotechnik, der Logistik und der Biomedizin. Keimzelle des Technologieparks ist das TechnologieZentrum, in dem Gründer unterstützt werden. 

...nirgendwo auf der ganzen Welt schnellere Sportwagen als in Dortmund gebaut werden?

 

409 km/h – der Weltrekord 2008 für einen auf der Straße zugelassenen Sportwagen.

Diese auf einem Porsche GT3 basierende Eigenkonstruktion stammt aus einem Dortmunder Tuningbetrieb, der sich auf die Marke Porsche spezialisiert hat. Mit diesem Erfolg knackten die Bastler der 9ff GmbH erstmals die 400 km/h -Marke. (9ff Fahrzeugtechnik GmbH)

...die Baumarkt Idee seinen deutschen Ursprung auch in Dortmund hatte?

 

Deutschland im Jahr 1971: Die Nachkriegszeit gilt als beendet, die Wirtschaft boomt. In den Kellern und Garagen der Bundesrepublik breitet sich ein neuer Trend aus: Das Heimwerken. In Dortmund-Brackel eröffnet in diesem Jahr die erste Filiale eines neuen Baumarkt-Unternehmens. Mit 500 Quadratmetern gehört der „Hellweg-Baumarkt“ zu den größten seiner Zeit. Heute haben Baumärkte im Schnitt rund 8.000 Quadratmeter. Der Namen des Unternehmens bezieht sich auf den Hellweg, über Jahrhunderte eine der wichtigsten Handelsrouten Mitteleuropas. Heute gehört Hellweg zu den führenden Bau- und Gartenmarktbetreibern. In der Metropole Ruhr und im Großraum Berlin ist das Dortmunder Unternehmen Marktführer. Allein in NRW betreibt Hellweg heute 38 Filialen, in Deutschland und Österreich gibt es insgesamt 87 Filialen.

...Dortmund die Wiege des (deutschen) Internet ist?

 

Seit 1986 ist die Top Level Domain .de als Adressierungskennzeichen im Internet nutzbar. Der Grundstein wurde am 5. November 1986 in Dortmund gelegt. Ab März 1988 betrieben Mitarbeiter der Informatikrechner-Betriebsgruppe der Universität Dortmund unter der Bezeichnung DENIC (Deutsches Network Information Center) einen Nameserverdienst auf ehrenamtlicher Basis. Zu diesem Zeitpunkt waren ganze sechs .de-Domains registriert. Als die Domainverwaltung 1994 an die Universität Karlsruhe überging, existierten etwa tausend .de-Domains. Mit dem world wide web (www) wuchs Mitte der Neunziger Jahre das Interesse an Domains rasant. Als Anfang 1997 die deutschen Internet Service Provider die DENIC eG gründeten, gab es etwa 50.000 Adressen, im April 1999 waren es bereits 500.000. In den kommenden zwei Jahren verdoppelte sich die Domainzahl im halbjährlichen Rhythmus. In den letzten Jahren hat sich das Wachstum bei etwa einer Million Domains pro Jahr eingependelt. Mit nunmehr über vierzehn Millionen Domains ist .de die größte Länderkennung weltweit. Über noch mehr Einträge verfügt lediglich die jedoch nicht länderbezogene Top Level Domain .com.

...bei zwei der letzten Finalsendungen von Heidi Klum´s Germanys next Topmodel sämtliche Garderoben aus Dortmund kamen?

 

Modeberatung aus Dortmund zählt sicher nicht zu den bekanntesten Feldern des Wirtschaftsstandortes Dortmund. Einen erfolgreichen Platz in dieser Nische nimmt Tanja Edelhoff mit ihrer Premium Modeagentur EDELHOFF-Consulting ein. Gemeinsam mit Ihrem Mann hat sie mannigfaltige Kontakte in die Modebranche und führt exklusive Labels (JIKI, UGO ZALDI, OLVI´s)  für besonders exklusive Kunden und Anlässe. Der Kontakt zu Germany´s next Topmodel kam über Heidi Klum´s Stylisten, den die Edelhoffs schon lange kennen. Neben zwei Finalsendungen mit Rekordeinschaltquoten wurde in der letzten Staffel auch eine komplette Sendung zum Thema „catwalk“ ausgestattet. Kontakte zum deutschen Jetset gibt es viele. Mehrere Fernseh-Moderatorinnen aber auch Schauspielerinnen, wie z.B. Veronica Ferres tragen Kleider aus dem Portfolio von Tanja Edelhoff. Leben und arbeiten heißt für Tanja und Martin Edelhoff: Dortmund-Kirchhörde. Ihr Showroom ist aber in Düsseldorf. Daran geht kein Weg vorbei, denn die Modehauptstadt ist und bleibt die Landeshauptstadt. www.edelhoff-consulting.comDieser Ort befindet sich im Innern einer Maschine mit dem Namen Molekularstrahl-Epitaxy, die in der MST.factory dortmund steht. In dem Hightechgerät werden neuartige Werkstoffverbindungen entwickelt und produziert.

...Dortmund die Welthauptstadt der Ameisenbären ist?

 

Seitdem im Jahre 1976 die erste Aufzucht eines Großen Ameisenbären im Zoo Dortmund gelang, haben dort bis heute über 50 Tiere das Licht der Welt erblickt. In keinem anderen Zoo der Welt wurden mehr Große Ameisenbären geboren als im Zoo Dortmund und so findet man heute Dortmunder Ameisenbären auf der gesamten Welt.

... mit Gurte aus Dortmund der Reichstag verhüllt werden konnte?

 

2.430 Gurte kamen 1995 in Berlin zum Einsatz. Sie waren Teil des spektakulärsten Kunstprojektes der deutschen Nachkriegsgeschichte: der Reichstagsverhüllung von Christo und Jeanne-Claude. 109.400 Quadratmeter Stoff wurden von Zurrgurten der Dortmunder Dolezych GmbH & Co. KG zusammengehalten mit einer Gesamtlänge von mehr als 25 Kilometern.

... der „König der deutschen Synchronsprecher“ ein Dortmunder war?

 

Arnold Marquis Eltern wollten, dass er einen kaufmännischen Beruf ergreift. Das gefiel dem am 6.4.1921 in Dortmund geborenen Arnold nicht. Arnold Marquis wollte lieber im künstlerischen Bereich arbeiten. Aus ihm wurde: der "König der Synchronsprecher". Weit über 900 Filmfiguren lieh Arnold Marquis seine Stimme. Er war der Synchronsprecher von John Wayne, Robert Mitchum, Lino Ventura, Bud Spencer, Lee Marvin, Kirk Douglas, Richard Widmark, James Coburn, Charles Bronson, George C. Scott, Yves Montand, Trevor Howard, Jack Klugman, Lionel Stander, dem „Max“ aus der Fernsehserie Hart aber herzlich, sowie von James Arness als Marshal Matt Dillon in der Fernsehserie Rauchende Colts. Marquis starb 1990 in Berlin. In den von ihm synchronisierten Filmen lebt er für immer fort.

...punktgenaue Heizstrahler die FIFA WM2010 im südafrikanischen Winter erträglich gemacht haben?

 

Das Unternehmen GoGas aus Dortmund zählt zu den Hidden-Champions und entwickelt Heizstrahler für die Industrie aber auch für ganz spezielle Kunden. Die Dortmunder haben sich international u.a. mit der Ausstattung von Stadien einen Namen gemacht. So wurden beispielsweise die WM-Stadien in Südafrika mit Technik aus Dortmund beheizt. In Deutschland heizt GoGas der Werkself aus Leverkusen in der BayArena mächtig ein.

...die Brockhaus Enzyklopädie ihren Ursprung in Dortmund hatte?

 

Friedrich Arnold Brockhaus (* 4. Mai 1772 in Dortmund; † 20. August 1823 in Leipzig) war ein deutscher Verleger, Gründer des Verlagshauses „F.A. Brockhaus“ und Herausgeber des noch zu seinen Lebzeiten in mehrfachen Auflagen und zahlreichen Neudrucken erschienenen Conversations-Lexicons, der späteren Brockhaus Enzyklopädie. Und er war gebürtiger Dortmunder!